Kräuterhexen u. Heilerkunde

Kräuter und Pflanzenkunde

Schon seit Jahrtausenden bewirken Wild- und Gartenkräuter wahre Wunder.

'Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen', so sagt der Volksmund und erinnert damit an die

vielfältigen Wirkungen der verschiedenen Heilpflanzen.

Seit altersher sind Kräuter Bestandteil der Hausapotheke und können auf sanfte Art so manche

Beschwerden lindern.

 

Dennoch sollte bei anhaltenden Beschwerden schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Vorsorglich ist auch zu erwähnen, dass einige Heilpflanzen hoch giftig sind.

Deshalb sollte man bei der Anwendung solcher und Unkenntnis über Verträglichkeit (Allergien), immer einen

Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen.

 

Anis ( bot. Pimpinella anisum)

 Anwendung:


 Bei Katarrhen der Atemwege fördert Anis die Schleimlösung, hilft bei Blähungen und krampfartige Beschwerden im

 Magen- Darmbereich, besonders bei Säuglingen und Kleinkindern.

 

 Gegenanzeigen / Nebenwirkungen:

 Gelegentlich kann es zu allergische Reaktionen der Haut, der Atemwege und der funktionelle Einheit von Magen

 und Darm kommen. Auch sollte Anis nicht verwenden, bei Allergie gegen Anethol.

 

 Dosierung:


 1 bis 2 Teelöffel Anis im Mörser fein zermahlen und mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) aufgießen, 10 bis 15

 Minuten ziehen lassen und durch ein Teesieb geben (filtrieren).
 Es kann zur Förderung der Schleimlösung morgens und / oder abends vor dem Schlafengehen eine frisch

 zubereiteter Tasse Tee davon getrunken werden.
 Bei Magen- und Darmbeschwerden wird mehrmals täglich 1 Esslöffel voll Teeaufguss eingenommen.

 Säuglinge und Kleinkinder erhalten, gegebenenfalls in der Flasche, 1 Teelöffel davon.

 

 Geschichte:

 

 Der Doldenblütler Anis gehören zu den alten Kulturpflanzen. In der Antike kam er hauptsächlich aus Ägypten,

 Äthiopien, Kreta und Spanien.

 Schon Naturforscher wie Plinius, erwähnten ihn als ein beliebtes Gewürz für Wein und für Soßen und auch als

 Arznei bei Magen- und Darmstörungen.

 Ab dem Mittelalter wurde Anis auch immer beliebter für Backwaren. So gilt er als beliebtes und typisches

 Weihnachtsgewürz, das z. B. in Süddeutschland für die "Springerle" und für weitere diverse andere

 Weihnachtsplätzchen verwendet wird. Auch findet er Verwendung bei eingemachten Früchten, bei Bratäpfeln oder

 für Brot (häufig im bayrischen Raum).

 

 Anis als Likör:

 

 1 Liter Brandwein (Kornbranntwein)

 40 g Aniskörner im Mörser zerstoßen

 2 g Zimt oder eine Stange Zimt

 500 g Rohrzuckersirup oder Zucker

 

 Den Ansatz ca. 30 Tage ziehen lassen und dann filtern.

 

 

Artischocke (bot. Cynara scolymus)

 Anwendung:

 

 Die Artischocke hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen,Verdauungsbeschwerden, sie wirkt unterstützend bei hohen

 Blutfettwerten, regt Leber und Galle an und gilt als vorbeugendes Leberschutzmittel.


 Dosierung:


 Einen Esslöffel Artischockenblätter mit 250 ml gekochtem Wasser übergießen, etwa 15 Minuten ziehen lassen

 unddann durch ein Teesieb geben (filtrieren). Jeweils vor dem Essen eine frisch bereitete Tasse des Tees trinken.

 Zur Förderung von Appetit und zur Hilfe bei der Verdauung, ca. 2 g fein geschnittene Artischockenblätter mit 150

 ml kochendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten durch ein Teesieb geben (filtrieren). Drei mal täglich eine

 Tasse von dem Sud trinken.
 Wer auf seine Leber achten muss, der sollte öfter mal Artischocke zu sich nehmen, denn ihr enthaltener Bitterstoff

 ‘das Cynarin‘ regt den Leberstoffwechsel an und unterstützt die Leber bei deren Entgiftung.

 Hier aber Bitte auch erst den Arzt fragen.

 

 Geschichte:

 

 Die Geschichte der Artischocke ist schwer zu erforschen. Plinius behandelte sie in seinen medizinischen Werken

 und der Leibarzt von Kaiser Marc Aurel sowie der römische Medicus Galen, empfahlen einen Sud aus

 Artischocken mit Wein, der harntreibend wirken soll.
 Über Portugal und Spanien gelangte die Artischocke nach Mitteleuropa und wurde so im 15. Jahrhundert zur

 Delikatesse des Adels und als Aphrodisiakum geschätzt.

 Als Heilpflanze gewann die kam die Artischocke erst in den letzten Jahrzehnten Zuspruch, als man mit

 wissenschaftlichen Untersuchunger ihrer Inhaltsstoffe begann. So fand man zahlreiche Flavonoide und Bitterstoffe

 (bis zu 6%) und stellte fest, dass dies Stoffe den Gallenfluss anrege und so zu einer besseren Fettverdauung

 führen, dass der Bitterstoff Cynarin eine leberschützende Wirkung habe und das man mit Hilfe der

 Artischockenblätter den Cholesterinspiegel durchschnittlich bis um 15% gesenkt werden kann.

 

 

 Baldrian - auch Brach-, Hexen-oder Katzenkraut, Mond- oder Stinkwurz (bot. Valeriana officinalis)

 Anwendung:


 Der Baldrian findet Anwendung bei nervöse Erregungszustände, Einschlafstörungen und nervös bedingte,

 krampfartige Schmerzen im Magen- und Darmbereich.


 Dosierung: 


 Ein Teelöffel (ca. 3-5 g) Baldrianwurzeln wird mit heißem Wasser (150 ml) übergossen, ca. 10 bis 15 Minuten

 ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegossen (filtriert).

 

 Geschichte: 

 

 Schon im Altertum war der Baldrian dem Namen Katzen- und Hexenkrautgenannt, bekannt.

 Bei den Germanengalt er als eine wichtige Heil- und Ritualpflanze, auch zauberabwehrende Kräfte wurden ihm

 nachgesagt. So wurde er als Schutz vor böse Geister und gegen böse Magi, ans Haus gehängt.
 Im Mittelalter wurde er für ein Allheilmittel gehalten und wurde gegen zahlreiche Krankheiten u.a. gegen die Pest

 und als Gegenmittel bei Schlangenbissen eingenommen.

 

 Basilikum - auch Basilienkraut, Herrenkraut, Hirnkraut, Josefskräutlein, Königsbalsam,

Königskraut, Pfefferkraut (bot. Ocimum basilicum)

 Anwendung:

 

 Basilikum findet Anwendung bei bakteriellen Infektionen, Blähungen, Krämpfen, Übelkeit, Verdauungsstörungen

 und Verstopfung. Er ist Magenstärkend, hilft bei Schlaflosigkeit und auch bedingt bei Migräne.

 Gegenanzeigen / Nebenwirkungen:


 Bei empfindlicher Haut ist darauf zu achten, das diese nicht mit Basilikum in Berührung kommen und während der

 Schwangerschaft sollte dieser gemieden werden.


 Dosierung: 


 1 Teelöffel des Basilikumkraut (frisch oder getrocknet)
mit heißem Wasser (ca. 150 ml) überbrühen, 5 Min. ziehen

 lassen und dann durch ein Teesieb geben (filtrieren). 2 bis 3 Tassen täglich davon, frisch gebrüht, langsam und

 ungesüßt trinken.

 

 Geschichte:

 

 Das Basilikum wurde schon im Altertum angebaut. Varronimus, der alte römische Naturforscher wie auch Plinius,

 hielten es, wegen seiner entspannenden Wirkung auf das Nervensystem, für ein Mittel gegen die Fallsucht

 (Epilepsie). In Indien gilt es als heilige Pflanze und wird bei religiösen Zeremonien verwendet.

 Auch in einigen Totenkammern der ägyptischen Pyramiden fanden Forscher Reste von Basilikum.

 

 Basilikum Likör:

 1 Liter Brandwein 40 % (Kornbranntwein)

 Eine Handvoll frische Basilikum- Blätter

 Alles in eine Flasche geben, gut verschließen und an einem dunklen kühlen Ort 4 Wochen ziehen lassen.

 

 600 g Zuckersirup

 oder

 250ml Wasser
 300 g Zucker

 

 Den Zucker in einem kleinen Topf zusammen mit dem Wasser auflösen und kurz aufkochen kochen lassen.
 Wenn das Zucker-, Wassergemisch etwas abgekühlt ist, ihn in Flasche füllen und diese wieder gut verschließen.

 Den Ansatz weitere 3 Wochen ziehen lassen und dann filtern. Der Likör ist verdauungsfördernd, magenstärkend

 und anregend

 

 Basilikum Wein:

 

 1 l trockener (starken) Weißwein
 Eine Handvoll frische Basilikum- Blätter

 Je nach Geschmack kann auch gesüßt werden

 

 Schon seit dem Altertum schätzt man das Basilikum als Verdauungshilfe bei fetten Speisen.

 Ein solcher zubereiteter Wein wirkt magenstärkend, beruhigend und appetitfördernd.

 Ebenso gibt es die Möglichkeit diesen mit Basilikum- Sirup zu würzen.

 

 Basilikum- Sirup:

 

 Zucker mit Wasser in einem Topf aufkochen. Basilikum waschen und zugeben und 1 Tag lang ziehen lassen.

 Dann alles noch einmal aufkochen ca. 5 Minuten und mit einem Stabmixer fein mixen. Kochend heiß in saubere

 kleine Flasche füllen, sofort verschließen.
 Das so gewonnene Sirup ist ca. 2 Monate haltbar und eine geöffnete Flasche immer im Kühlschrank aufbewahren.

 

 

                  Beifuss - auch Besenkraut, Fliegenkraut, Frauenkraut, Gänsekraut Jungfernkraut, Mutterkraut,

Weiberkraut oder Männerkrieg (bot. Artemisia vulgaris)

 Anwendung:

 

 Beifuss hilft bei Blasenleiden, gegen Durchfall, erhöht den Gallenfluss und die Gallesaftproduktion.

 Er fördert die Magensaftbildung, wirkt Gebärmutterentkrampfend und Menstruationsfördernd, hilft bei Nervenleiden,

 sowie bei müden Beine und schmerzende Füßen.

 Dosierung:


 1- 2 g der getrockneten Beifussblätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen. Der Tee schmeckt sehr bitter, 

 daher nur kurz (ca. 1-2 Minuten) ziehen lassen und dann durch ein Teesieb geben (filtrieren). Eine Tasse Tee

 schluckweise getrunken ist ausreichend.

 Beifusstee hilft auch gegen Menstrationsstörungen, hier trinkt man von dem Tee 5 - 8 Tage vor dem Beginn der

 Periode.

 Achtung! Nicht überdosieren und nicht bei Fieber bei einer bestehenden Schwangerschaft einsetzen.

 

 Geschichte:

 

 Der Beifuss ist ein naher Verwandter des Estragons. Sein lateinischer Name ist ein Hinweis auf die Göttin Diana 

 (Artemis), die Schutzherrin der Jungfrauen. Im Altertum galt das Kraut schon als Mittel zu Fruchtbarkeit, Linderung

 und Reglung des weiblichen Zyklus. Der Name Beifuss soll auch daher abgeleitet seien, das sich Menschen bei

 langer Wanderung das Kraut, gegen Erschöpfung und schmerzende Füße, in die Schuhe gelegt haben oder um 

 die Waden gebunden haben sollen.

 Beifuß- Reste wurden von den Forschern auch in 10 tausende Jahre alten Neandertaler-Gräbern gefunden.

 


Brennnessel (bot. Urtica dioica und urens)

 Anwendung:


 Die Brennnessel erhöht die Harnmenge und ist zur Unterstützung bei der Behandlung von Beschwerden des 

 Wasserlassen gut geeignet. Die Brennnessel hat dazu noch eine blutreinigend und blutbildend Wirkung, daher ist

 sie besonders bei Blutarmut oder auch bei Erschöpfungs- und Ermüdungszuständen, zu empfehlen.

 Eine Brennnesselteekur stärkt die Abwehrkräfte, schützt den Körper vor Erkältungskrankheiten und hilft bei

 rheumatischen Beschwerden.

 Das Brennnesselkraut hat einen hohen Anteil an Eisen, aber auch an andere Mineralien, wie Calcium, Kalium,

 Magnesium und Phosphor.


 Gegenanzeigen:


 Nicht anwenden bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit.


 Dosierung:

 

 Tee


 Etwa 3-4 Teelöffel (ca. 4g) Brennnesselkraut mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergissen, etwa 3 Minuten ziehen 

 lassen und danach durch ein Teesieb gegeben (filtrieren).
 Von diesem Teeaufguss, frisch gebrüht, 3 bis 4mal täglich eine Tasse trinken.

 Brennnesselsaft
 Um den Saft der Brennnessel zu gewinnen, zerschneidet man die Pflanze und weicht diese einen Tag lang in

 Wasser auf. Am Tag darauf presst man die Pflanze mit einer Presse aus und fängt den Saft auf. Die so

 gewonnenen konzentrierten Wirkstoffe, sind ein gutes Mittel bei Frühjahrsmüdigkeit.

 

 Badezusatz 


 Den Aufguss von 500 g Brennnesselkraut in 2 Liter Wasser auf ein Vollbad geben. Ein solches Bad bringt

 Linderung bei Gliederschmerzen (Rheuma) und auch bei Hautproblemen.

 

 Geschichte:

 

 Die Brennnessel hat trotzt ihres eher unsympathischen Wesens, eine lange Geschichte in der Medizin.
 Im Mittelalter diente das Kraut sogar bei Kranken als Probe, wie es um diese bestellt war.

 Hierzu wurde die Nessel in den Harn / Urin des Patienten gelegt, blieb sie einen Tag und eine Nacht grün,

 gesundete diese, doch schrumpfte sie, so galt der Patient als verloren.
 Gelehrte verabreichte eine Salbe aus Bärenschmalz und zerstoßenen Blättern der Nessel gegen Gliederschmerz

 und selbst Heilige Hildegard von Bingen rühmte die Pflanze.

 

  Eisenkraut ‘Verbena’ - auch Eisenbart, Heilig-, Katzenblut- oder Sagenkraut, Verbene (bot.  Verbena officinalis)

 Anwendung:

 

 Eisenkraut hilft bei Katarrhen der oberen Luftwege, Bronchitis und Husten. Es hilft bei Appetitlosigkeit und bei der 

 Wundheilend. Verwendet wird hier das blühende Kraut.

 

 Dosierung:


 Zwei Teelöffel der getrockneten Eisenkrauts mit einem ¼ Liter kochendem Wasser übergiessen, 5 Minuten ziehen

 lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtrieren).

 Die Bitter- und Gerbstoffe, die im Eisenkraut enthalten sind, helfen bei leichten Magenbeschwerden,

 Appetitlosigkeit und Durchfall.
 Man kann Eisenkrauttee auch für Umschläge nutzen, diese helfen Wunden zu heilen. Solche Umschläge werden

 mehrmals täglich aufgelegt.

 

 Geschichte:

 

 Das Eisenkraut hatte einst einen gebührenden Platz, als Kraut und Heilpflanze und für verschiedenste Ritualebei

 den alten Völkern und vor allem bei den Kelten. So berichtete römischeGeschichtsschreiber Gajus Plinius der

 Ältere, dass die Druiden der Kelten im Monat August unter rituellen Handlungen die Wurzel des Krautes ernteten.

 Mit einem Eisen wurde bei Aufgang des Hundssternes, wenn weder Sonne noch Mond scheine um die Pflanze

 eine Kreis gezogen, danach wurde diese mit der linken Hand ausgegraben und hoch in die Luft gehalten.

 Der Grund für dieses Ritual war, das die Pflanze so entnommen, bei der Herstellung von Waffen den Schmieden

 zum Härten diente und daher könnte sich auch heute der Name der Pflanze ableiten.

 Die Kelten verwendeten die Pflanze auch zu Heil- und zum Schutzzwecken. Da zum z.B. starke Kopfschmerz

 ihrer Vorstellungen nach mit einem bösen Zauber waren. Und so legten sie sich zum Selbstschutz geflochtene

 Kränze des Krautes auf den Kopf.
 Plinius erwähnt in seinen Schriften, dass das Kraut der Verbene, als das heilige Kraut, bei den Römern mehr

 Ansehen gehabt habe als jedes andere und es war der Göttin Venus geweiht. Auch war Plinius überzeugt davon,

 dass das Eisenkraut bei allen Eingeweide- und Leberbeschwerden heilsam sei und auch die Schwindsucht wäre

 positiv zu beeinflussen, wenn das Kraut mit altem Schmalz vermischt werde.

 Doch wurde die Verbene im Laufe der Zeit als ein eher lästiges Unkraut aus den Kräutergärten verbannt.

 So spielte das Eisenkraut in der Volksmedizin lange eine eher untergeordnete Rolle, neuere Untersuchungen

 haben ergeben, dass immunstärkende Inhaltsstoffe in der Pflanze vorhanden sind.

 

 Likör mit Eisenkraut / Verbene:

 

 0,5 l Brandwein (45%)

 20 g getrocknetes Eisenkraut / Verbene

 

 Beide in eine Flache füllen und gut verschließen, kühl und dunkel 8 Tage ziehen lassen und dann filtern.

 Der Likör hat danach eine schöne grüne Farbe. Nach Geschmack wird er mit Rohrzuckersirup gesüßt.

 

 

 

                     Fenchel - auch Brotanis, Brotsamen, Femis, Fennichl, Fennkol, Finchel (bot. Foeniculum 

 vulgare)

 Anwendung:


 Der Fenchel findet Anwendung bei Blähungen und krampfartige Beschwerden im Magen- und Darmbereich,

 besonders bei Säuglingen und Kleinkindern. Er hilft ebenso als Schleimlöser in den Atemwegen.


 Dosierung:


 1 bis 3 Teelöffel Fenchel werden im Mörser fein zermahlen und mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) aufgegossen,

 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb geben (filtrieren).
 Von dem Teeaufguss, wird bei Erkrankungen im Magen-Darmbereich 2 bis 4mal täglich eine frisch bereitete

 Tasse, (warm) zwischen den Mahlzeiten getrunken.
 Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Teeaufguss zu verdünnen der Milch- oder Breinahrung verwendet

 werden.

 

 Geschichte:

 

 Schriftliche Überlieferungen über die Verwendung des Fenchels stammen um 3000 v.Chr.

 Die Ägypter kannten die Pflanze, doch sie scheint von den Griechen kultiviert worden zu sein.

 Fenchel galt als ein Symbol für Erfolg denn Demosthenes berichtete, dass bei den Feiern des Dionysos-Kultes

 Fenchelkränze getragen wurden. Die Römer kultivierten mehrere Sorten und verbreiteten ihn bis an die Grenzen

 ihres Imperiums, was römerzeitliche archäologische Fruchtfunde in Xanten beweisen. Die Römer verwendeten ihn

 als Gewürz vom Essig bis zu den eingemachten Oliven, zum Brot, bis zu Fleischbrühen und Wildbraten.

 Hildegard von Bingen empfahl den Fenchel bei Magen-, Verdauungsproblemen und auch für das klare Sehen.

 Im frühen Mittelalter galt der Fenchel als ein Mittel gegen Hexerei und über ihn wurden sogar in alten Zeiten

 Loblied gesungen.

 

 Fenchel Likör aus frischen Fenchel:

 

 0,7 l Korn

 ca. 350 g frischen Fenchel

 1 Vanille einer Vanilleschote ausgekratzt

 200 g Zucker

 200 ml Wasser

 

 Vanille, Zucker und den Fenchel in ein Glas 'das etwa die Größe eines Gurkenglas hat' mit Schraubdeckel geben

 und mit dem Korn aufgießen, gut verschließen und kühl und dunkel aufbewahren. Nach etwa vier Wochen

 abseihen (durch ein feines Haarsieb, Baumwolltuch oder einen Kaffeefilter) und in eine Flasche geben.

 Eine leichte Trübung des Likörs ist normal, die Schwebeteilchen diese setzt sich nach und nach am Boden ab und

 beeinträchtigt den Geschmack nicht.

 

 

 Holunder (bot. Sabucus nigra)

 Anwendung:


 Der Holunder ist schweißtreibendes und bei der Behandlung von fieberhaften Erkältungskrankheiten einsetzbar.

 Dosierung:


 Etwa 2 Teelöffel (ca. 3 bis 4 g) Holunderblüten werden mit siedendem (ca. 150 ml) Wasser übergossen, etwa 5

 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert).
 Es können mehrmals täglich, besonders in den Nachmittag- und Abendstunden, 1 bis 2 Tassen des frisch

 bereiteten Teeaufguss (so heiß wie möglich) getrunken werden.

 

 Geschichte:

 

 Die Heilwirkung des Holunder ist schon von altersher bekannt.

 Schon Hippokrates lobpreiste dessen Heilkraft gegen Verstopfung, Wassersucht und Frauenbeschwerden und

 mpfohlen dessen Anwendungen, die auch heute noch für den Holunder typisch sind.

 Den Kelten und den Germanen, galt der Holunder als heiliger Baum, der die Göttin (bei den Germanen Holla oder

 Holda) verkörperte.

 Im Rahmen der Christianisierung geriet er etwas als Baum des Teufels in Verruf und so Hildegard von Bingen

 schrieb:  

 Der Holunder tauge kaum zur Anwendung beim Menschen.

 Doch diese Vorbehalte verloren sich in der Heilkunde des Mittelalters und der Neuzeit schätzten z.B. Sebastian

 Kneipp und andere Kräuterkundige diesen, aufgrund seiner vielfältigen Heilfähigkeiten wieder.

 

 Holunder Likör:

 

 0,7 l Rum (40 %)

 750 g Holunderbeeren

 Mark einer Vanilleschote

 375 g Zucker

 375 ml Wasser abgeriebenen Schale einer ½ unbehandelten Zitrone (diese aber dennoch einmal waschen)

 

 Den Holunder waschen und die Beeren dann von den Dolden streifen.

 Die Holunderbeeren mit dem Wasser, Zucker, der Zitronenschale, der Vanille und der Vanilleschote in einen Topf

 und die Mischung etwa 10 Minuten kochen lassen. Die Masse durch ein feines Sieb streichen und abkühlen

 lassen.

 Den Saft nun in eine Flasche abfüllen und mit dem Rum auffüllen.

 Den Likör einige Zeit, an einem kühlen Ort ziehen lassen.

 

 Hopfenzapfen (bot. Lupuli strobulus)

 Anwendung:


 Hopfen findet Anwendung bei Befindlichkeitsstörungen wie; innerer Unruhe und Schlafstörungen.

 Dosierung:

 Es werden eins bis zwei Teelöffel Hopfenzapfen mit siedendem Wasser (ca. 150 ml) übergossen,

 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert).
 Von dem Teeaufguss kann, 2 bis 3mal täglich, am besten vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereitete

 getrunken werden.

 

 Geschichte:

 

 Im frühen Mittelalter wurde der Hopfenpflanze Beachtung geschenkt: Die ersten Hopfengärten entstanden im

 8.Jahrhundert und der Hopfen wurde zur Konservierung und Würzung einzusetzen, da dieser eine Resistenz gegen

 Fäule und Schimmel zeigten. Die Schlussfolgerung daraus war, dass dessen Pflanzenteile auch der Konservierung

 dienlich seien und fügte ihn dem Bier, aber damals auch dem Wein zu.

 Erst im Jahr 1050 tauchte der Hopfen das erste mal als Heilpflanze in einem ‚Kräuterbuch‘ auf. Hildegard von

 Bingen fand Interesse an ihm und lobte in wegen seine beruhigende Wirkung.

 Die Volksmedizin nutzte den Hopfen damals und bereits früher schon bei Leber- und Gallenleiden und so können

 auch heute noch Bierkuren (also die gebraute Gerste) bei Nierensteinen eine austreibende Wirkung erzielen.

 Doch Gleichzeitig warnte Hildegard von Bingen, dass Hopfen auch melancholisch und den Menschen traurig

 mache.

 Bei den Griechen und Römern fand der stark bitter und würzig schmeckende Hopfen zuerst wenig Geschmack,

 doch verwendeten auch sie ihn als Heilpflanze.

 Gegen Ende des 18. Jahrhunderts entdeckten die Ärzte erneut als Schlafmittel. Und wie der Baldrian, zählte der

 Hopfen zu den Beruhigungsmitteln für die menschlichen Nerven und weiterhin hemmt er Bakterien und Pilze, regt

 die Appetit und Magensekretionsbildung an und wirken beruhigend.

 So wird der Hopfen (nur die weiblichen Pflanzen, wegen der Zapfen), in vielen Gegenden Mitteleuropas angebaut

 und man findet ihn vor allem in Bayern.

 Die Fasern der Pflanze finden ebenfalls Verwendung und dienten zudem, um Leinwände, Matten, Säcke und Seile

 herzustellen.

 

 

  Johanniskraut - auch Blutkraut, Elfen-, Herrgotts- oder Johannisblut, Herrgottswund-,Hexen,

 Jesuwunden- oder Sonnenwendkraut, Mannskraft (bot. Hypericum perforatum)

 Anwendung:

 

 Johanniskraut ist blutdrucksenkend, entzündungshemmend, krampflösend und verdauungsfördernd.
 Es wird eingesetzt zur Unterstützung der Behandlung von nervöser Unruhe- und Schlafstörungen.

 Gegenanzeigen/Nebenwirkungen:


 Johanniskrautzubereitungen nicht bei Lichtüberempfindlichkeit anwenden. Dies zeigt sich in sonnenbrandähnlichen

 Entzündungen der Haut, die stärkerer Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren. Auch sollte man nach der Einnahme

 von Sonnenbädern unbedingt absehen.

 Dosierung:


 1 bis 2 Teelöffel Johanniskraut werden mit kochendheißem Wasser (ca. 150 ml) aufgegossen, etwa 5 Minuten

 ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert). Morgens und abends je 1 bis 2 Tasse davon frisch 

 zubereitet trinken.

 

 Geschichte:

 In alten Zeiten glaubten die Menschen, das Johanniskraut vertreibe böse Geister und Dämonen.

 Das Kraut soll laut Mythos nur am 24. Juni, am Johannistag, zur Mittagszeit gepflückt werden.

 Es fand im Mittelalter bei der Teufelsaustreibung seine Verwendung.

 Fast alle alten Kräuterkundigen betonen einstimmig die wund-, blutstillende und beruhigende Eigenschaft des

 Baldrians und es ist das am besten erforschte Heilkraut. Wegen des roten Saftes, der aus den Blüten austritt,

 wenn man diese zwischen den Fingern zerreibt, wurde es auch vom Volksmund mit Namen wie Herrgottsblut und 

 Johannisblut benannt.

 Heute findet es besonders Anwendung in der Therapie bei leichten bis mittelschweren Depression, aber auch bei

 Asthma, Gicht, Rheuma und Muskelschmerzen.

 

 

 Kamille - auch Drudenkraut, Hermel, Mägdeblume, Mutterkraut (bot. Matricaria chamomilla)

 Anwendung:

 Die Kamille findet Anwendung bei Magen-Darm-Beschwerden. Auch bei Reizung der Mund- und

 Rachenschleimhaut sowie der oberen Atemwege.

 Dosierung:


 Ein Esslöffel Kamillenblüten wird mit heißem Wasser (ca. 150 ml) überbrüht, 5 bis 10 Min. ziehen lassen und

 dann durch ein Sieb gegossen (filtriert).
 Bei Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich wird 3 bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteter Teeaufguss (warm)

 zwischen den Mahlzeiten getrunken. Bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachenraums, wird mit

 dem bereiteten Aufguss mehrmals täglich gespült oder auch gegurgelt. Bei Entzündungen der oberen Atemwege

 werden die Dämpfe des frisch bereiteten Teeaufgusses inhaliert. Auch für Dampfbäder ist die Kamille hervorragend

 geeignet.

 

 Geschichte:

 

 Die Kamille ist schon in der vorchristlichen Zeit bekannt gewesen und somit eine ältesten Heilpflanzen.

 Arabische Heilkundige verwendeten ein Kamillenöl zur Einreibung bei Neuralgie und gegen Gliederschmerzen.

 Hippokrates erwähnt, das die Heilkundigen Ägyptens die Kamille leichtes Schlafmittel und sogar in äußerlicher

 Anwendung zur Wundheilung und bei Fieberanfällen verwendeten und das diese als Blume des Sonnengottes galt.

 Bei den nordischen Völkern wurde die Kamille wegen der Ähnlichkeit ihrer Blüten mit der Sonne als heilig verehrt.

 

 

 Kümmel (bot. Carvum carvi)

 Anwendung:

 

 Kümmel wirkt antiseptisch *1, appetitanregend, krampflösend und verdauungsfördernd.
 Er wird eingesetzt bei Beschwerden wie; Völlegefühl, Blähungen und leichte krampfartige Magen-Darm-

 Störungen. 

 Auch bei nervösen Herz-Magenbeschwerden und gegen Verdauungsbeschwerden bei Säuglingen findet er

 Verwendung.

 Dosierung:


 1 bis 2 Teelöffel Kümmel werden im Mörser fein zermahlen, mit kochendheißem Wasser (ca. 150 ml)

 aufgegossen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert).

 Es wird 2 bis 4mal täglich eine Tasse frisch bereiteter Teeaufguss (warm) zwischen den Mahlzeiten getrunken.
 Säuglinge und Kleinkinder erhalten eventuell einen Teelöffel des Aufgusses in der Flasche.

 

 Geschichte:


 Der Kümmel ist seit schon Jahrtausenden in Mitteleuropa heimisch. Aus archäologischen Funden sind dessen

 Samen im Alpenvorlandes nachgewiesen, und es ist anzunehmen das dieser schon damals als Speisewürze

 verwendet wurden. Den Mittelmeervölkern der Antike war der Kümmel wahrscheinlich erst später bekannt.

 Die römischen Legionäre haben aber sicher in Germanien (also bei uns) den Wiesenkümmel kennengelernt, aber

 nicht nach Italien eingeführt, denn Wiesenkümmel gedeiht nicht am Mittelmeer und der Römische nicht gut in den 

 nördlichen Breitengraden. Die Römer kannten aber den Römischen- oder Kreuzkümmel. Unser heimischer

 Kümmel wurde meist auf Wiesen gesammelt und im 16. Jh. setzte sich ab da rasch als würzende Zutat zu Käse,

 Brot, fettem Fleisch, Fisch und Suppen durch. Angebaut wird er heute in Holland und Böhmen (das vor dem Krieg

 noch zu einem Teil in  Deutschland lag). Als stark duftendes Kraut hatte man die magische Vorstellung, dass er

 Hexen abwehren könne und so wurde der Kümmel ins Brot eingearbeitet, um die bösen Geister zu vertreiben.

 

 Kümmel Likör:

 

 O,7 l Kornbranntwein

 100 g Kandis oder Zucker

 (bei Verwendung von Zuckersirup kann man sich aufkochen mit der Wasser ersparen)

 10 g Wasser

 ca. 30 g Kümmel

 

 Den Zucker mit Wasser zu Sirup kochen und abkühlen lassen. Den Kümmel waschen und abtropfen lassen, dann

 in eine kleine bauchige Flasche oder Einmachglas geben, den mit dem Kornbrandwein vermischten Sirup dazu

 geben.  

 Verschlossen an einem kühlen dunklen Ort 10 Tage ziehen lassen. Den Ansatz durch eine Filtertüte oder ein

 Haarsieb gießen, in eine saubere Flasche füllen und gut verschließen. Weiter dunkel und kühl lagern.

 

 Der Likör eine starke beruhigende und hat eine krampflösende Wirkung. Er sollte daher nur in kleinen Mengen 

 genossen werden.

 

 

 Lavendel - auch Hirn- oder Schwindelkraut,, Lavander, Spiker (bot. Lavandula angustifolia)

 Anwendung:


 Lavendel ist antiseptisch *1, krampflösend und reinigend. Er findet bei Befindlichkeitsstörungen wie

 Unruhezuständen, Einschlafstörungen, Appetitlosigkeit sowie bei funktionellen Oberbauchbeschwerden wie

 nervösem Reizmagen, Meteorismus und nervösen Darmbeschwerden seinen Einsatz.

 Dosierung:


 1 bis 2 Teelöffel Lavendelblüten werden mit heißem Wasser (ca. 150 ml) aufgegossen, etwa 10 Minuten ziehen

 Lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert).
 Es kann mehrmals täglich eine frisch bereitete Tasse des Teeaufgusses, besonders jedoch abends vor dem

 Schlafengehen, getrunken werden.

 

 Geschichte:

 

 Der Lavendel wurde im 11. Jahrhundert von den Mönchen über die Alpen gebracht und stammt ursprünglich aus

 dem Mittelmeerraum. Bei den Römern kam der Lavendel als Badezusatz und Hautpflegemittel zum Einsatz.

 Die sprachliche Ableitung für seinen Namen ist das lateinische Wort lavare, das waschen bedeutet.

 

 

 Melisse - auch Bienen-, Herz-, Mutter- oder Zitronenkraut, Citronelle, Frauenwohl, Herztrost(bot.  Melissa officinalis)

 Anwendung:

 

 Melisse fördert die Gallesekretbildung der Leberzellen und hat eine verdauungsfördernde und krampflösende

 Wirkung.
 Sie findet ebenso Einsatz bei nervös bedingten Einschlafstörungen und nervösen Magen-Darm-Beschwerden,

 sowie auch zur Appetitanregung.

 Dosierung: 


 Etwa 1 bis 3 Teelöffel Melissenblätter werden mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergossen, etwa 10 Minuten 

 ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert). Soweit nicht anders verordnet, kann mehrmals täglich

 eine frisch bereitete Tasse des Tee getrunken werden.

 

 Geschichte:

 

 Unter zahlreichen aromatischen Kräutern hatte die Melisse schon in der Antike einen hohen Stellenweht und

 wurde dort auch schon zur Behandlung von Frauenleiden eingesetzt. Im 10. Jahrhundert wurde sie von arabischen

 Heilkundigen als Herztonikum und für die Verbesserung des Gemütszustandes eingesetzt und wird auch schon

 lange in den Gärten Mitteleuropas Gärten. Heute ist die heilende Wirkung der Melisse wissenschaftlich anerkannt

 und findet vor allem bei Unruhezuständen und Einschlafstörungen, ihren Einsatz.

 

 

 Pfefferminze  (bot. Mentha piperita)

 Anwendung:

 

 Die Pfefferminze hat eine erfrischende Wirkung, ist krampflösend, leicht schmerzstillend und durstlöschend.

 Sie bringt Hilfe bei Magen-Darm-Galle-Beschwerden.

 Dosierung:


 1 Esslöffel Pfefferminzblätter wird mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergossen, 5 bis 10 Minutenziehen lassen 

 und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert). 3 bis 4mal täglich kann eine frisch bereitete Tasse des Teeaufguss

 (warm) zwischen den Mahlzeiten getrunken werden.

 

 Geschichte:

 Die Pfefferminze hat als Heilpflanze schon eine lange Geschichte aufzuweisen.
 Dabei lässt sich nicht bestimmen, um welche spezifische Minzeart sich es genau gehandelt hat.
 Frühe Aufzeichnungen lassen allerdings keine genaue spezifische Minzearten Bestimmung zu. Sicher belegen ist

 nur, das diese in altägyptischen Gräbern (ca. 1000 – 500 v. Chr.) gefunden wurde und die Pfefferminze somit im 

 alten Ägypten Verwendung fand.
 Auch Hippokrates und Paracelsus wussten um die vielfältige Heilkraft der Minze und wegen ihrer Eigenschaften

 wird sie seither kultiviert.

 

 Pfefferminz Likör:

 

 O,7 l Doppelkorn

 250g Kandis (weiß)

 ca. 40 g frische Pfefferminzblätter

 Ein Stück Schale einer unbehandelten Zitrone

 2 TL Zitronensaft

 ½ Vanilleschote

 

 Die Pfefferminzblätter von den Stielen zupfen und kleinschneiden. Den Kandis in eine bauchige Flasche oder ein

 Einmachglas mit Schraubdeckel, sowie die Pfefferminzblätter, sie Zitronenschale und die längs aufgeschlitzte

 Vanilleschote und dann alles mit dem Korn übergießen. Das Gefäß gut verschleißen und den Ansatz an einem

 warmen, dunklen Ort ca. 6 Wochen ruhen lassen. Danach gut schütteln und durch ein Haarsieb oder einen Filter

 geben und in eine Flasche füllen und gut verschließen.

 Der Likör ist erfrischend und hat eine schöne leuchtend grüne Farbe.

 

 

  Ringelblume - auch Goldblume, Sonnwendblume (bot. Calendula officinalis)

 Anwendung:

 

 Die Ringelblume hat eine abschwellende, blutungsfördernde, krampflösende, entzündungshemmende und

 schmerzstillende Eigenschaft. Sie hilft bei Entzündungen der Haut und Schleimhäuten, bei Riss-, Quetsch- und

 Brandwunden.

 

 Gegenanzeigen / Nebenwirkungen:


 Bei Überempfindlichkeit (Allergien) gegenüber Korbblütlern, wie z.B. Schafgarbenkraut, Arnika, Kamillenblüten

 oder Ringelblumen, darf von diesen nichts eingenommen oder angewendet werden.


 Dosierung: 


 1 bis 2 Teelöffel (ca. 2 - 3 g) Ringelblumenblüten werden mit heißem Wasser (ca.150 ml) aufgegossen, 10 Minuten

 ziehen gelassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert).
 Der Aufguss wird bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum verwendet. Man spült mit dem noch warmen

 Aufguss mehrmals täglich oder gegurgelt. Zur Behandlung von Wunden wird eine Kompresse (Leinen) oder ein

 ähnliches Material damit durchtränkt und auf die Wunden gelegt. Die Umschläge werden mehrmals täglich

 gewechselt.

 

 Geschichte:

 

 Bei den alten Griechen und Römern, sowie in der indischen und in der arabischen Kultur war die Ringelblume eine

 bedeutende Arzneipflanze, wurde aber auch als Farbstoff für Gewebe, Lebensmittel und Kosmetik verwendet.

 Seit  Mittelalter ist sie in ganz Europa als Gewürz-, Arznei-, Garten- und auch als Zauberpflanze bekannt

 geworden. 

 Hildegard von Bingen beschreibt ihre Heilwirkung und es gibt einige Rezepte zur Anwendung der Pflanze, gegen

 entzündete Haut sowie zur Entgiftung der inneren Organe, von ihr.

 

 

Salbei (bot. Salvia officinalis)

 Anwendung:

 

 Salbei ist verdauungsfördernd, auswurffördernd (z.B. bei Husten), galletreibend, antiseptisch *1 und

 entzündungshemmend.
 Er bringt Abhilfe bei Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhaut und bei Prothesendruckstellen.

 Er wirkt Unterstützend, bei der Behandlung von Magen-Darm-Katarrhen.

 Gegenanzeigen / Nebenwirkungen:


 Während der Schwangerschaft sollen rein ätherische Salbei - Öle und auch alkoholische Extrakte nicht

 eingenommen werden.
 Bei längerdauernder Einnahme von alkoholischen Extrakten und dem reinen ätherischen Öl können auch

 epileptisch- ähnliche Krämpfe auftreten.

 Dosierung: 


 Zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden wird ein ½ Teelöffel (ca. 1 bis 2 g) Salbeiblätter mit heißem

 Wasser (ca. 150 ml) übergossen, 10 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtriert).

 Von dem Teeaufguss wird mehrmals täglich eine Tasse (warm), eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken.

 Zur Behandlung von Entzündungen im Mundbereich 1 Teelöffel (ca. 3 g) Salbeiblätter mit heißem Wasser (ca. 150

 ml) übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb gegeben (filtrieren).

 Der Mund- und Rachenbereich kann mehrmals täglich mit dem noch warmen Aufguss gespült werden.
 Tee aus Salbeiblättern sollte nicht über längere Zeit eingenommen werden.

 

 Geschichte:

 

 Bei den alten Griechen galt der Salbei als eine heilige Pflanze und war diese wurde den Göttern geweiht um diese

 gnädig zu stimmen. Ebenfalls schätzen die Ägypter Pflanze. So wurde unfruchtbaren Frauen der Saft zum trinken

 gegeben und Schwangeren, damit sie keine Frühgeburt erlitten. Die nordamerikanischen Indianer verwendeten eine

 dortige Gattung des Salbeis zum Räuchern, und führ Weih – und Reinigungszeremonielle.

 Im Lauf der Jahrhunderte bewahrte der Salbei seinen Ruf als Allheilpflanze.

 

 Salbei Likör:

 

 1 l Brandwein

 300 g Zucker

 30 g Salbeiblätter

 

 Den Brandwein mit den restlichen Zutaten in eine bauchige Flasche oder ein Einmachglas mit Schaubdeckel

 füllen und ca. 20 Tage an einem warmen Ort ziehen lassen. Anschließend den Ansatz abseihen, (nun wer man mit

 einem Stück Schale einer unbehandelten Zitrone) in eine Flasche füllen und vor der Verkostung noch ein paar Tage

 ziehen lassen.

 

 Salbei Wein:

 

 1 l Rot oder Weißwein (je nach Vorliebe)

 40 g – 50 g Salbeiblätter oder auch Muskattellersalbei (S. sclarea - Unterart des Salbeis mit einem leichten

 Muskatgeschmack)

 

 Die Salbeiblätter in eine bauchige Flasche geben und mit den Wein aufgießen und das Gemisch zwei Wochen ins

 Helle stellen. Anschließend den Aufguss durch ein Haarsieb oder eine Filtertute filtern und wieder in eine Flasche

 füllen.

 

 Salbeihaltige alkoholische Getränke dürfen nicht während Schwangerschaft und Stillzeit nicht getrunken werden.

 

  Schafgarbe (bot. Achillea millefolium)

 Anwendung:

 

 Die Schafsgarbe ist wundheilend, entzündungshemmend und verdauungsfördernd. Sie hilft bei leichten 

 krampfartigen Magen-Darm- und Galle- Beschwerden, sowie bei Magenkatarrh und ist appetitanregend.

 Gegenanzeigen / Nebenwirkungen:


 Bei Überempfindlichkeit (Allergien) gegenüber Korbblütlern, wie z.B. Schafgarbenkraut, Arnika, Kamillenblüten 

 oder Ringelblumen, darf von dieser nichts eingenommen oder angewendet werden.
 Hinweis: Bei Kontakt der Blüten mit der Haut, kann es in seltenen Fällen eine Überempfindlichkeit (Allergien) in 

 Form von Hautrötungen mit Bläschenbildung auftreten.

 Dosierung:


 Zwei Teelöffel (ca. 2 bis 4 g) Schafgarbenkraut mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergissen, 10 Minuten ziehen

 lassen und dann durch ein Teesieb geben (filtrieren). Von dem Teeaufgruss wird frisch bereitet 3- bis 4mal täglich

 eine Tasse (warm) zwischen den Mahlzeiten getrunken.

 

 Geschichte:

 

 Die Schafgarbe wurde bereits von den alten Chinesen als Heilpflanze geschätzt, und später entdeckten die 

 Indianer Nordamerikas ebenfalle ihre Heilwirkung.

 Römische Heilkundige priesen ebenfalls ihre Heilkraft und Blutstillende Wirkung wie der griechische Arzt

 Dioskurides in seinen Aufzeichnungen berichtet.

 Die alten Griechen benutzten sie vorwiegend zur Blutstillung, und Dioskurides, ein griechischer Arzt, der im

 ersten Jahrhundert n. Chr. bei den Römern als Militärarzt tätig war, weiß von ihrer Heilkraft zu berichten.

 Wie bei anderen alten Heilpflanzen verknüpf sich auch mit der Schafgarbe eine mystische Geschichte.

 Der lateinische Name Achillea ist laut Plinius vom griechischen achilleía abgeleitet worden. Der Name geht auf den

 Helden des trojanischen Krieges Achilles zurück. Der Sage nach hat Achilles Hektor- den Sohn von König

 Priamus getötet. Darauf hin soll Hektors jüngerer Bruder Paris, Achillis mit einem vergifteten Pfeil an der Ferse

 verletzt haben.

 Auf anraten der Göttin Aphrodite (Venus) soll Achilles dann Schafgarbe auf die Wunde gelegt haben um so die

 Schmerzen zu lindern.

 

 

                Spitzwegerich - auch Heilwegerich, Lügen- oderLungenblatt, Königs-, Rippen, oder Spiesskraut, 

Schlangenzunge (bot. Plantaginis lanceolatae herba)

 Anwendung:

 

 Der Spitzwegerich hat eine wundheilende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirtkung.
 Er wird zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege und bei Entzündungen der Mund- und

 Rachenschleimhaut eingesetzt.

 Dosierung:


 Etwa zwei Teelöffel (ca. 3 g) Spitzwegerichkraut mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergießen, 10 Minuten ziehen

 lasse und dann durch ein Teesieb geben (filtrieren). Von dem Teeaufguss wird mehrmals täglich eine Tasse frisch 

 bereitet getrunken.

 

 Geschichte:

 

 Schon in der alten Vorzeit wurde der Spitzwegerich als Heilpflanze genutzt. Im Mittelalter standen Wegerich -

 Arten bei den Heilkundigen in hohem Ansehen. Hildegard von Bingen und auch Albertus Magnus empfahlen das

 Kraut sowohl zur äußerlichen als auch zur innerlichen Anwendung. Aufgrund seiner vielfältigen Heilwirkungen gab

 der Volksmunt dem Spitzwegerich auch den Namen 'Heilwegerich'.

 

 

 
                Thymian - auch Bienen-, Immen- oder Kuttelkraut, Demut, Quendel, Thymel (bot. Thymi
herba)

 Anwendung:

 

 Thymian ist verdauungsfördernd, reinigend, ableitend, anregend, antiseptisch*1 und hustenlindernd.
 Er wird bei den ersten Anzeichen einer Bronchitis, sowie bei Katarrhen der oberen Luftwege, eingesetzt.

 Dosierung:


 Ein Teelöffel Thymian wird mit heißem Wasser (ca. 150 ml) übergossen, 10 Minuten ziehen gelassen und dann

 durch ein Teesieb gegeben (filtriert). Es kann davon mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteter Teeaufguss

 getrunken werden.

 

 Geschichte:

 

 Der Thymian war schon im Altertum als Heilkraut und Gewürzkraut wohlbekannt. Theophrastos erwänte zwei

 Artrn, den weißen und den schwarzen Thymian. Virgil, der römische Dichter rümte dessen honigartigen Duft.

 Er wurde bei uns das erstemal im 11. Jahrhundert von Hldegart von Bingen und Albertus Magnus als Arzenei

 erwähnt.

 

 

 Zinnkraut - auch Ackerschachtelhalm (bot. Equiseti herba)


 Anwendung:


 Es wird zur Erhöhung der Harnmenge bei Katarrhen (Entzündungen) von Niere und Blase eingesetzt.

 Gegenanzeigen:


 Es darf nicht bei Wasseransammlungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit eigesetzt

 werden.

 Dosierung:


 2 bis 3 Teelöffel (ca. 2 bis 4 g) Zinnkraut werden in kochendheißem Wasser (ca. 150 ml)gegeben, 5 bis 10

 Minuten gekocht, dann etwa 15 Minuten ziehen lassen und danach durch ein Teesieb gegeben (filtriert). Von dem

 Teeaufguss kann mehrmals täglich eine frisch bereitete Tasse, zwischen den Mahlzeiten, getrunken werden.

 

 Geschichte:

 

 Der Schachtelhalme gehören wohl zu den ältesten Pflanzen unserer Erde. Versteinerungen von vor 390 Millionen 

 Jahren zeugen das dieser danals als Riesengewächse vorhanden war. Der Volksnamen "Zinnkraut" entstammt

 höchstwarscheinlich daher das man das Kraut zum Reinigen von Zinngegenständen benutzte, denn die Pflanze

 besitzt durch seine Kieselsäure, die bis zu zwölf Prozent der Pflanze ausmacht, eine haohe Schleifwirkung.
 Dieser Stoff machte die Pflanze auch für kosmetische Zwecke interessant. Auch ist Kieselsäure wichtig für den

 Aufbau von Knochen, Zähnen, für die Nägeln und auch die Haut. Kieselsäure hat die Eigenschaft Bindegewebe

 festigen zu können und die Haut zu straffe und die Durchblutung zu verbessert. So hat sie einen positiven Einfluß

 auf entzündliche und unreine Haut und hilft sogar bei Akne.

 

 

 

Auch Bäume und Straucher und deren Früchte, können die Heilung unterstützen

 

 Birke (bot. Betula alba)

 

 Anwendung:  

                                                                                                                                          

 Die Birke kann bei Allergien, Ekzemen, Ödemen, Schuppen und bei Schuppenfläsche helfen. Sie unterstützt auch die 

 Blut- und Nierenreinigung. Sie wird eingesetzt gegen Nierensteine, bei Gicht und Rheuma, hemmt  Entzündungen,

 fördert die Schweißbildung, wirkt Entwässernd und Abführend.

 Sie wurd auch gegen Haarausfall eingesetzt. Verwendet werden hier die Blätter, die Blattknospen und der Saft.

 Die Ernte der Blattknospen ist im  März, die des Saftes von März - Mai und die der Blätter im Mai - Juni.

 

 Dosierung:

 

 Birkenblätter-Tee


 2 EL zerkleinerte Birkenblätter mit 250 Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und danach durch ein Sieb 

 gegeben. Man trinkt davon eine Tasse pro Tag. Da er Sud harntreibend ist, hilft der Tee bei Nierenleiden wie 

 Nierengrieß, Wassersucht, Gicht und reinigt das Blut. Er hilft zudem bei bakteriellen, entzündlichen

 Harnwegserkrankungen und rheumatischen Beschwerden.

 

 Badezusatz

 

 Hier bereitet man einen Aufguss aus Birkenblätter von 250 bis 500 g in 2 Liter Wasser. Dieser hielft bei 

 Gliederschmerzen und bei Hautproblemen.

 

 Geschichte:

 

 Die Birke ' Baum der Weisheit' gilt schon seit Urzeiten als 'heiliger' Baum. Sie symbolisiert im Frühling, bei den

 Fruchtbarkeitsfesten, die jungfräuliche Göttin.

 Erst spät im Mittelalterwurde die Birke medizinisch genutzt und deren harntreibende Wirkung erkannt.

 

 

   Eiche (bot. Quercus robur)

 

 Anwendung:

 

 Die Eiche kann Augenlidentzündungen und Zahnfleichbluten lindern, kann bei Ekzeme und Hämorrhoiden angewendet

 werden, sowie gegen Durschfall und auch Magen- und Darmschleimhautentzündungen.

 Eichenaufguss ist auch ein sehr gutes Mittel gegen Fußschweiss.

 

 Dosierung:

 

 Tee

 Ein Gramm Eichenrinde wird mit einer Tasse kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 5 Minuten 

 abgeseiht. Je eine Tasse dieses Teeaufguss wird dreimal täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken.

 Bei Durchfall verhindern die darin enthaltenen Gerbstoffe, dass zu viel Wasser ins Darminnere einströmt.

 

 Unschläge

 20 Gramm Eichenrinde in einem Liter kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 5 Minuten abgeseiht.

 

 

 Gurgellösung

 2 Teelöffel Eichenrinde mit 1 Tasse Wasser 15 Minuten lang köcheln lassen, abseihen und damit den Mund  ausspülen.

 

 Geschichte:

 

 Die Eiche war schon in der Antike bekannt. Sie war der heilige Baum der alten Germanen und die keltischen  Druiden

 schätzten sie, weil auf diesen die Misteln gedieh, die sie von ihr mit goldene Sicheln schnitten.

 Auch war die Eiche für das niedere Volk wertvoll, denn bei Gedreidemangel konnte man aus den Eicheln Brot backen.

 

 

  Hagebutte, die Frucht der Hundsrose - auch Buttel-, Hagel-, Fald- oder Frauenrose, Dornröschen,(bot. Rosa canina)

 

 Anwendung:

 

 Die Hagebutte kann bei Bronchitis, Erkältungen und bei chronisches Nieren- und Blasenleiden helfen. Sie fördert

 die Immunkörperbildung, regt die Abwehrkräfte an, ist hilfreich gegen Osteoporose und entzündungshemmend.

 Hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und deckt einen erhöhter Vitamin C-Bedarf. 100 g frische Hagebutten enthalten 400 -

 500 mg Vitamin C.

 

 Dosierung:


 Tee
 2 Teelöffel getrocknete Hagebutten - mit 1 Tasse heißem Wasser aufgießen, ziehen lassen und nach10 Minuten

 abseihen (filtrieren). Täglich mehrere eine Tassen davon getrunken, hilft bei Erkältungen.

 

 Saft

 Man kocht 100g Hagebutte mit 100g Honig und 1 Liter Wasser 15 Minuten lang auf- den sich bildenden Schaum immer

 wieder abschöpfen. Anschließend wird der Sud filtriert und in saubere Flaschen abgefüllt.

 Der so gewonnene Saft ist jedoch nicht lange haltbar! Er hilft sehr gut bei Bronchitis.

 

 Geschichte:


 Schon die alten Römer kannten und vertrauten auf die Heilkraft der Früchte (Hagebutte) der Hundsrose.

 Laut der Legende von Plinius, halfen ihren Kräften gegen Bisse von tollwütigen Hunde.

 Archeäologen fanden Samenkerne der Hargebutte in mittelsteinzeitlichen (etwa 8 000 - 5 0500 v. Chr.) Pfahlbauten.

 Die Kelten nutzten Hundsrosenzweige als Räucherwerk.

 Hippokrates und Nicolas Lémery lobten die Hundsrose wegen ihrer Entzündungshemmenden Wirkung.

 

 Lindenblüten, von Lindenbaum (bot. Flores tiliae)

 

 Anwendung:


 Lindenblüten werden zur Milderung bei Hustenreiz und Katarrhen der Atemwege, sowie bei

 fieberhaften Erkältungskrankheiten, bei denen eine Schwitzkur erwünscht ist, eingesetzt.

 Dosierung:


 Etwa 1 bis 2 Teelöffel (ca. 2 bis 4 g) Lindenblüten werden mit kochendem Wasser (ca. 150 ml) aufgegossen und etwa 

 nach 5 Minuten durch ein Teesieb gegeben (filtriert).
 Es werden zur Stillung des Hustenreizes, mehrmals täglich, besonders in den Nachmittags- und Abendstunden, 1-2 

 Tassen des frisch bereiteten Teeaufgusses (so heiß wie möglich) getrunken.

 

 Geschichte:


 Die Linde war schon in der Antike bekannt und ist in ganz Europa heimisch. Es gibt zwei Arten von ihr, die Winterlinde

 (hat kleineren Blättern und Blütenständen sind reichblütiger) und die Sommerlinde, die weniger vorkommt. In der  

 Volksmedizin haben die Lindenblüten, neben der Rinde und den Blättern des Baumes, schon lange ihren Einsatz.
 Die Germanen schätzten sie als Sinnbild der Fruchtbarkeit, Güte, eine "linde" Mütterlichkeit, eine Herzlichkeit und ein

 immerwährendes Leben. Sie war der Liebesgöttin Frigga ‘Freya‘ geweiht. Gerichtsverhandlung 'Thing'genannt, fand

 meist bei den Germanen unter Linden statt, denn man glaubte, dass der Baum Freyas die reine Wahrheit ans Licht

 bringen werde.

 So galt die Linde auch als Freiheitsbaum. Wer sie erreicht, über den war kein Urteilsspruch mehr möglich.


 Die Griechen verehrten die Linde als Symbol der Weiblichkeit denn sie stand im Dienste von Aphrodite, der  griechischen Göttin der sinnlichen Liebe und der Schönheit. Unter Linden wurde Aphrodite Opfergaben da gebracht.
 Mittelalter wurde die "Dorflinde" angepflanzt und so zum Zentrum der Orte, die nun den Platz für den Tanzes,

 das Gesprächs und der Hochzeit symbolisiert. Die Linde wird auch im Minnesang besungen.

 In der Nibelungensage ist ein Lindenblatt, das bei Siegfried zum Schicksal wird.

 

             *1 - antiseptisch bedeutet Krankheitserreger abtötend, keimbekämpfend / keimvernichtend.

 

          Information über die benannten Heil- und Kräuterkundigen in den Geschichtsabschnitten:

 

          Albertus Magnus - Albert der Große, Albert von Lauingen - Dominikaner, Naturwissenschaftler, Philosoph.

          Jahr 1622 wurde er selig und am 16. Dezember 1931 heilig gesprochen

          (* um 1200 in Lauingen an der Donau; † 15. November 1280 in Köln).

 

          Galen - Galenos von Pergamon - griechischer Arzt und Anatom

          (* um 129 n. Chr. in Pergamon; † um 216 n. Chr. in Rom)

 

          Hildegard von Bingen - Benediktinerin, ab den Jahr 1136 Äbtissin

          (* 1098 in Bermersheim; † 17. September 1179 im Kloster Rupertsberg bei Bingen)

 

          Hippokrates von Kos - berühmter Arzt des Altertums

          (* um 460 v. Chr. auf der griechischen Ägäisinsel Kos; † um 370 v. Chr. in Larisa, Thessalien)

 

          Nicolas Lémery - französischer Chemiker und Mediziner. Autor mehrerer Lehrbücher und Lexika für Chemie.

          (* 17. November 1645 in Rouen; † 19. Juni 1715)

 

          Paracelsus - Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim - Arzt, Alchemist, Astrologe, Laientheologe,

          Mystiker und Philosoph

          (* etwa um den 10. November 1493 in Egge bei Einsiedeln; † 24. September 1541 in Salzburg)

        

 

 


Räucher - Rituale

         Ich möchte darauf hinweisen, dass auch diese Abschnitt, nicht dem Zweck dient, einen medizinischen Rat zu

         geben 'das könnte ich auch gar nicht' und die Beschreibungen zum Räucherwerk stellt auch keine medizinischen

         Aussagen dar. Meine Erklärungen und Erläuterungen hier, sie dienen rein Informativ und wurden aus

         Überlieferungen Erzählungen oder Informationen zusammengestellt.

         Die Verwendung von Räucherwerk erfolgt immer selbstverantwortlich. Man sollte sehr sorgsam bei der

         Verwendung damit sein und dieses nie unbeaufsichtigt lassen. Auch sollte es BITTE immer vor Kindern

         unerreichbar aufbewahrt werden! Räucherstoffe sind grundsätzlich NICHT zum Verzehr geeignet.
         Auch hier ersetzt dieses bei gesundheitlichen Problemen keinen Arztbesuch oder eine Behandlung.

 

 

         Seit ewigen Zeiten glaubt der Mensch daran, dass der Duft verbrennender Kräuter, Hölzer und Harze Einfluss

         auf das Wohlbefinden des Körpers hat und sogar in der einst heidnischen Medizin heilende Kräfte entwickeln kann.

         Der Geruchssinn ist einer der fünf wichtigsten Sinne die wir besitzen und rangiert noch vor den Augen und dem

         Gehör. So können für uns angenehme Gerüche das limbische System anregen und dort auf Körper und Seele

         wirken und damit unsere Stimmung auch positiv beeinflussen.

         Das bewährte Räuchern für religiöse oder auch magische Zwecke, findet sich überall auf unserem Planeten wieder.

         Auf spiritueller Ebene kann man so die Atmosphäre von schlechten Energien reinigen.

         So ist es nicht verwunderlich, dass das Räuchern ein Kultur- und grenzüberschreitendes Phänomen ist.

         Seit Jahrhunderten wird in den meisten Kulturen Weihrauch (Olibanum) als der Rauch oder die Nahrung der Götter

         angesehen.

         Manche Kräutermischungen oder auch reine Harze, werden aber auch einfach nur geräuchert, weil sie einen schönen

         Duft verbreiten und die Luft reinigen.

         Bis heute halten sich aber die so genannten ‘Räucher-Rituale‘.

         Hier werden bestimmte Harze, Holze oder auch Kräutermischungen wegen ihrer magischen Wirkung verbrannt.

         Eine Hochphase der magischen Räucherung, gab es während der Renaissance. Hier wurden viele Rezepte für magische 

         Räucher-Rituale entwickelt. Dieses "alte Wissen" machte sich auch der Okkultismus zunutze, welcher die Art der

         Räucherungen und der Rituale verfeinerte.

         So wurde im Laufe der Zeit, die Liste der Räucherstoffe mit ihren dazugehörenden Wirkungen auf Körper, Geist und Seele

         immer umfangreicher. Eindeutig überliefert ist, dass sowohl Griechen als auch Römer ihren Göttern und den Planeten

         ganz bestimmte Räucherungen und Düfte zuschrieben.

         Besonders häufig treten hier auch Geschichten in Verbindung mit den Räucherstoffen von Kiefer, Bernstein, Lorbeer,

         Myrrhe und Mohn auf.

         In Ägypten und Mesopotamien wurden zunächst Harze, die leicht zu gewinnen und aufzubewahren waren verwendet.

         Dies waren der Weihrauch und die Myrrhe.

         Später kamen tierische und pflanzliche Stoffe als Duftstoffe hinzu.

         Räucherstoffe und deren Gebrauch finden sich auch in den indischen -, amerikanischen- und orientalischen Kulturen.

         Während diese sich immer wieder gegenseitig beeinflusst haben, hat sich die indianische Räucherkultur ganz eigenständig 

         entwickelt. Räucherzeremonien und Rituale wurden schon in der Steinzeit, auf speziell dafür vorgesehenen Altären

         abgehalten. Diese hatten meist den Sinn, die Götter gnädig zu stimmen.

         Schließlich brachten diese den Menschen das Feuer und sein Rauch stieg empor zum Himmel, hinauf zum Wohnsitz

         der seiners Söpfer, den Göttern. Mit der Hilfe des aufsteigenden Rauches wurden den Göttern Botschaften übersant.

         So wie das Rituelle Pfeifenrauchen der Indianer, die mit diesem, dem großen Geist "Manitou" huldigen.

         Dass die Harze auch eine heilkräftige Wirkung haben, das wurde schon in der Antike entdeckt.

         So fiel es den Menschen in der Antike auf, dass einige Sträucher und Bäume "weinten", wenn sie verletzt wurden.

         An der verletzten Stelle trat deren Harz aus, welches erhärtete, und so den Strauch oder Baum "heilte".

         Diese erstarrten Harztropfen "Tränen der Bäume", wurde auch eine heilende Kraft zugesprochen.

         Es ist erstaunlich, das diese Beobachtung, obwohl sie damals jeglicher Nachweisbarkeit und Vorschung entbehrte,

         heute feststeht, das gewisse Harze (z.B. Weihrauch) eine wirkliche heilende Wirkungen haben.

         Im Lauf der Zeit wurden daher Räucherungen nicht mehr ausschließlich für religiöse Zwecke eingesetzt.

         Nach und Nach hielt es auch in den Medizin-Bereichen Einzug.

         So lässt sich durch Hippokrates (* um 460 v. Chr. auf der griechischen Ägäisinsel Kos; † um 370 v. Chr. in Larisa

         Thessalien, berühmtester Arzt des Altertums) Schriften belegen, dass in der klassischen Medizin der Griechen

         Räucherungen zur Heilung, als Schmerzmittel und Antibakterium eingesetzt wurden.

         Räume wurden auch durch Räucherungen desinfiziert.

         Auch für spirituelle Zwecke gelangte er an Bedeutung. So räucherte man um zu meditieren, oder um zu beten und zur

         Stärkung des Geistes. Auch auf der sexuellen Ebene wurde vielen Räucherstoffen eine Anregung und auch Stärkung

         der körperlichen Lust und Begierde nachgesagt.

         So wurde z.B. früher auch ein mit Weihrauch und Myrrhe versetzter Wein als Schlaftrunk genutzt und in stärkerer

         Dosis wurde dieser Wein sogar Hinrichtungskandidaten zur Betäubung gegeben.

         Darüber hinaus blühte auch schon während der Antike ein reger Handel mit Räucherharzen, Kräutern und Hölzern

         zwischen China, Indien, Ägypten, Arabien, Griechenland und Rom.

         Auch heute noch gibt es heilige Männer, Schamanen und Heiler, die die genaue Wirkung der Räucherstoffe kennen.

         Für diese ist es auch selbstverständlich, dass jede Pflanze eine ihr speziell zugeteilten Kraft besitzt.

         Besonders bei den Medizinmännern und Schamanen wird dieses Wissen für so genannte Heilzeremonien genutzt.

         Daher lehnen diese auch alle künstlichen Aromen ab, weil in diesen nicht die lebendige Kraft und der beseelte Geist

         einer Pflanze steckt.

 

         Was braucht man zum Räuchern?

         Eigentlich nur ein paar Streichhölzer, Räucherwerk wie z.B. ein paar Tannenzweigspitzen, einen feuerfesten Untersatz,

         eine Feder oder einen kleinen Fescher und man kann schon loslegen.

         Noch weniger aufwendig ist das Räuchern mit Räucherstäbchen oder Kegel. Hier sollte man aber darauf achten, das

         diese nur aus natürlichen Materialien hergestellt sind und ohne Verwendung von synthetischen Stoffen.

         Am intensivsten ist das Abbrennen von Harzen, Hölzern und Kräutern auf einer Kohletablette, die auf einer Sandschicht

         in einem Räuchergefäß liegt. Diese Räucergefäße sind aus Ton, Porzellan oder Steingut hergestellt und haben meist

         einen kleinen Fuß, damit sie genügend Abstand zur Unterlage haben, da sie selbst heiß werden.

         Sollten die gewünschten Räucherstoffe nicht bereits in Pulverform vorhanden sein, so sollten sie in einem Mörser mit

         einem Stößel zermahlen oder z.B. die Tannennadeln mit einer Schere, klein geschnitten werden.

 

        

         

         Wie räuchert man:

         Zuerst bereitet man die Mischung des Räucherwerks vor.

         Um eine solche Mischung zu bereiten, nimmt die Zutaten und zerreibt diese im Mörser, mit einem Stösel, zu

         Pulver.

         Man stellt das Räuchergefäß vor sich und füllt den Sand hinein. Nun zündet man eine Kerze an
und hält mit Hilfe

         einer langen Pinzette oder speziellen Zange die Kohletablette in die Kerze, um diese zu entzünden.

         Die Kohletabletten sind mit Magnesiumsulfat oder Salpeter getränkt, entzünden sich dadurch schnell und beginnen

         dann auch bald zu glühen. Wenn die Kohle an allen Seiten entzündet ist, wird sie in den Sand gelegt.

 

 

Räucherstoffe -

 

Harze und Balsame: (Zur Räucherung zerkleinern oder mit dem Mörser pulverisieren)

 

 Benzoe

 Sein Rauch hat einen feinen, warmen und weichen Duft nach Vanille.

 Er ist empfehlenswert für empfindsamen  Menschen, sein Rauch gibt körperlichen und geistigen Schutz.

 

 Bernstein (Succinum)

 Bernstein duftet angenehm holzig, nach Harz. Beim Verräuchern entwickelt das Harz einen stark aromatischen Geruch

 und wurde zuweilen auch als Weihrauch-Ersatz genutzt. Das verräuchern von Bernstein wirkt beruhigend und entspannt

 bei Nervosität sowie bei Stress.

 

 Dammar 'Alte Name für Dammarharz, im deutschsprachigen Raum 'Katzenaugenharz'

 Dammar hat einen feinätherischen, frischen, zitrusartigen Duft, mit stimmungsaufhellender Wirkung.

 Dammarräucherungen wirken erhellend auf das Gemüt, er bringt Licht ins Dunkel der Seele und hilft gegen

 Melancholie, Traurigkeit, Schwermut und gegen depressiver Stimmung.

 Es heißt; Dammar, kann hellsichtig machen und hilft, mit Lichtwesen wie Engeln in Verbindung zu treten.

 Das Harz gibt es auch als brauner Dammar.

 

 Drachenblut (Daemonorops draco)

 Ein dunkelrotes bis braunrot Naturharz, das aus den Früchten des Drachenbaums (Palmengewächs) gewonnen wird,

 der in Afrika, Asien, Australien und Mittelamerika vorkommt. Der Geruch des Harzes ist süsslich, sein

 Geschmack kratzend, daher wurd der Räucherstoff für Räuchermischungen verwendet.
 Zu früheren Zeiten glaubte man, das Drachenblut tatsächlich Blut sei und von sterbenden Drachen stamme.
 Drachenblut ist ein magischer Räucherstoff und wird bzw. wurde für Schutz- und Opferräucherung verwendet.

 .

 

   Guajak 'Guajakgummi' (Guaiacum)
 Sein Rauch hat einen frisch würzigen und süßen Duft. Er erhellt die Sinne, aktiviert und kräftigt die psychischen und

 mentalen Kräfte.

 Kampferharz

 Beim Räuchern verbreitet das Harz einen scharfen fast stechenden, sehr frischer Duft aus, bekannt aus den 

 Erkältungssalben. Sein Rauch hat eine reinigde, klärende Wirkung, macht Kopf und Nase frei.

 Das Kampferharz brennt auch ohne Kohle, sollte jedoch sehr sparsam eingesetzt werden.

 Kampfer wird auch in einer synthetischen Form angeboten, also bitte darauf achten.

 Diese Räucherung nicht bei einer bestehenden Schwangerschaft anwenden.

 Kampfer ist in China, Indien und Tibet schon lange als medizinisches Räuchermittel bekannt.

 

Kiefernharz

 Das Harz hat einen herb-würziger Duft und verbrennt schneller als andere Harze.

 Kiefernharz eignet sich aber nur für die Räucherungen am Lagerfeuer bzw. im Freien, da es eine stärkere 

 Rauchentwicklung hat.

 Sein Rauch bringt Ruhe, Entspannung, Frieden und gelöste Stimmung. Außerdem wirkt er reinigend, desinfizierend,

 lösend und öffnend, abwehrstärkend und klärend. Rastlosen, betriebsame und überreizte Menschen, bringt er tiefe

 Erholung und Stärkung.

 Das Räuchern dieses Stoffes geht bis auf die alten Germanen zurück. Es diente als Schutz- und

 Abwehrräucherung und wurde zum Schutz gegen Hexen verbrannt.

 

 Mandelbaumharz

 Sein Rauch bezaubert durch seinen feinen, leichten Duft. Es hat desinfizierende, reinigende und klärende

 Eigenschaften. Die ‘Harztränen‘ wurden schon im alten Delphi von den Griechen als Räuchermittel verwendet um böse

 Geister, Hexen und Zauberer zu vertreiben und damit die Pest keinen Einzug in die Häuser von Delphi halten konnte.

  Mastix (Pistacia lentiscus)

 Sein Räucherduft ist würzig und zitrusfrisch. Der Rauch eignet sich gut zur Stärkung der eigenen Kraft.

 Es heißt, eine Räucherung mit Mastix lasse hellsichtig werden und den Geist für Visionen öffnet.

 Mastix eignet sich auch zum Räuchern bei depressiver Stimmungslage und wenn man sich bedrückt fühlt.

 Im mittleren Osten wird Mastix noch als Aphrodisiakum verwendet. Noch heute verwenden die Griechen das Harz zum

 aromatisieren von Wein, Gebäck und dem Nationalgetränk Ouzo.

  Menthol  
 Menthol sollte nur in geringster Dosierung verräuchert werden, da er ansonsten reizend auf den Körper wirken kann.

 Der Rauch hat eine erfrischt, belebt Duft und ist stark luftreinigend.

 Da die nadelförmig Kristalle des Mezhols auf der Haut reizend wirken empfiehlt es sich, diese nicht mit den Fingern

 anzugreifen, sondern nur mit einem Löffel auf die Räucherunterlage zu geben.

 

  Opoponax ‘süße Myrrhe‘ (Commiphora erythrea)
 Sein Rauch hat ein wohlriechendes, warmes Aroma. Beim Räuchern wirkt Opoponax antiseptisch, beruhigend,

 entspannend und bringt Körper, Seele und Geist in Einklang, hilft somit beim Lösen von Blockaden und ist

 ansonsten der Myrrhe sehr ähnlich.

 

 Pinienharz

 Sein Rauch hat einen etwas leicht süßlichen Duft. Man verwendet es am besten, gemischt mit den Piniennadeln,

 um Haus und Heim energetisch zu reinigen und zu harmonisieren.

 

 Saumerio

 Dieses Harz ist das traditionellste Räucherharz Perus. Sein Rauch wird verwendet, um die guten Geister

 anzuziehen und die bösen zu vertreiben. Es befreit von Depressionen und negativen Gedanken.

 

Styrax (Styrax officinalis)

 Sein Rauch hat einen schweren, süßen Duft, durch den Inhaltsstoff Vanillin. Styraxrauch eignet sich zum Lösen

 von geistigen und emotionalen Verspannungen. Er vertreibt negative Gedanken und sorgt vor dem Schlafengehen

 verräuchert für eine erholsame und ruhige Nachtruhe. Dieses Harz war in der Antike schon einer der wichtigsten 

 Räucherstoffe überhaupt. Es wurde der dunklen Göttin Hekate, der Herrin aller Hexen und Zauberinnen geweiht.

 Die Maya- Schamanen haben Styrax zur Behandlung von Lepra verwendet.

 

  Tolubalsam (Myroxylon balsamum)
 Sein Räucherduft ist warm, weich, aromatisch und vanillig, dem des Styrax und der Benzoe ähnlich.

 Er wirkt stimmungsaufhellend, entspannend und ist zugleich aufbauend und stärkend.

 Traganth
Es ist eines der am selten erhältlichen Räucherharze. Sein Rauch ist angenehm holzig und würzig.

Er wirkt ausgleichend und hat einen erwärmenden Effekt auf die Seele.

 

  Weihrauch (Boswellia sacra, Boswellia serrata, Gummi olibanum)

 Die medizinischen Anwendungen von Weihrauch, mit seinem leicht herben Rauch, waren schon in der Antike

 vielseitig. 

 Aus Weihrauch wurden allerlei Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Wunden und Entzündungen hergestellt. In der

 traditionellen chinesischen Medizin kennt man ihn als ein wirksames Mittel bei Hautkrankheitenund Erkältungen.  

 Wissenschaftlich belegt ist auch, dass Weihrauch durch seine schmerzlindernde Wirkung auch einen positiven

 Einfluss auf Gelenkerkrankungen wie Rheuma und Arthritis hat.

 

         Hölzer und Rinde:

  Apfelbaumholz (bot. pyrus malus)

 Eine Räucherung mit Apfelbaumholz wirkt, reinigend und belebend, gibt Stärke und Kraft.

 Das Holz des Apfelbaumes wurde schon in früheren Zeiten, in unserem Kulturkreis, bereits als Räucherwerk

 verwendet.

 Sandelholz (bot. Santalum album)

 Der Rauch des Sandelholzes hat einen feinen ätherischen, vollwürzigen, süßlichen und holzigen Duft.
 Für Räuchermischung ist es in Pulvervorm sehr gut geeignet, wer jedoch eine tiefe Sandelholzräucherung haben

 möchte, der sollte die Holzchips dazu verwenden. Der Rauch wirkt Spannungen entgegen und beruhigt, fördert die

 Lebensenergie sowie die innere Balance. Es ist ein Räucherstoff aus dem der Körper in stressigen Zeiten neue

 Kraft schöpfen kann.

 

  Wacholderholz und Nadeln (bot. Juniperus communis)

 Der harzige und frische Rauch des Wachholderholzes reinigt und desinfiziert die Luft in Räumen. Er erhöht die 

 Widerstandskraft und wirkt Krankheiten vorbeugend, da der Rauch eine starke reinigende auf Körper und Geist hat.

 In früheren Zeiten wurde das verräuchern des Wacholder zur Vertreibung von Dämonen der Finsternis eingesetzt.

 So wurde der Rauch bei den Schamanen auch für die Trancearbeit benutzt und diente zum Schutz vor Hexen und

 bösen Geistern, da er die Seelen der Menschen mit einem schützenden Mantel aus Wärme und Licht umhüllt.

 

  Weidenrinde (bot: Salix)

 Das Räucherung mit Weide erhöht die geistige Beweglichkeit, fördert das diplomatische Geschick und hat bei der

 Verwendung eine stark reinigende Wirkung.
 Hierbei handelt es sich auch um eines unserer heimischen Räucherwerke, denn es wurde schon in früheren Zeiten

 bereits in unserem Kulturkreis als Räucherwerk verwendet.

  Zedernholz (bot. Cedrus atlantica)

 Sein Rauch hat eine stärkend, harmonisierend Wirkung und verleiht Mut. Es ist ein Räucherstoff, der auch vor 

 Alpträumen schützen soll. Auch ist Zedernholz ein sehr guter Mottenschutz.

 

 
         Wurzeln: (Zum räuchern zu Spähne schneiden oder auch im Mörser zerkleinern)

  Angelikawurzel (bot. Arnica montana)

 Der Rauch der starken Schutzpflanzenwurzel hat einen schwer-herbem Geruch. Er stärkt die Abwehrkräfte und 

 wird eigesetzt um schwarze Magie, Dämonen und böse Geister abzuwehren.

   Galgantwurzel

 Der Rauch der Galgantwurzel hat einen sehr kräftigen und anregenden, etwas ingwerartigen Geruch. 

 Er aktiviert die Chakren und begünstigt den Energiefluss des Körpers.

 Galgant ist eine uralte Heilpflanze, die dem Ingwer sehr ähnlich ist und wird daher auch Chinesischer Ingwer

 genannt.

 Meist wird sie mit Salbei, Copal, Lavendel, Opoponax und Weihrauch mischen.

 

  Ginsengwurzel

 Der Rauch der Wurzel riecht beim Verbrennen etwas streng. Er soll die körpereigenen Abwehrstoffe mobilisieren

 und Genesungsvorgänge beschleunigen. Ginseng findet in Heilräucherungen Verwendung, wenn Krankheitsgeister-

 und Dämonen ausgetrieben werden sollen.
 Die Wurzel kommt ursprünglich aus China, wird aber auch in Korea kultiviert. Ginseng gilt als Allheilmittel, sowie

 als Aphrodisiakum und ist auch Hauptbestandteil vieler Heiltränke, die in Apotheken und Drogerien erhältlich sind.

 Sie wurde von Heilern und ‘Zauberern’ zur Herstellung der Unsterblichkeitselixiere verwendet und mit

 anderenZauberpflanzen wie z.B. Hanf, Ingwer, Galanga, Mohn, Tee, Wein u.a. kombiniert.

 Die Indianer Nordamerikas rauchten sie mit Tabak oder dem Lobelienkraut, dem sogenannten Indianertabak, und

 nutzten sie als Liebeszauber.

  Iriswurzel

 Der Rauch der Iriswurzel entfaltet beim Räuchern ein sehr feines und mildes Aroma. Er mildert seelische

 Spannungen, wirkt ganz allgemein harmonisierend und unterstützt Sensibilität und Feingefühl.

  Kalmuswurzel - auch Bitter root, Sängerwurzel (bot. Acorus calamus)

 Der Rauch von Kalmus verbreitet beim Räuchern einen warmen, holzig-würzigen, schweren, süßen,

 wohlrichender Duft. Als Räucherung hat sie eine geistig aufhellende und stärkende Wirkung.

 Die Cheyenne räucherten Kalmus bei ihren Schwitzhüttenzeremonien.

 Pulverisiert ist sie ein Dufterlebnis und lässt sich gut mit Zimt, Labdanum, Weihrauch, Patchouli, Zeder,

 Sandelholz, Ginkgo und Bärentraube mischen.

 Kalmus soll ein Verjüngungsmittel für das Gehirn und das Nervensystem sein und macht die subtilen Kanäle frei,

 einigt sie von Toxinen, die Durchblutung wird gefördert, die Sensibilität vermehrt, das Gedächtnis verbessert und

 die  Bewusstheit gesteigert. Kalmus ist heilkundlich als Magenmittel bekannt und im Magenbitter oder

 in Klosterlikören enthalten.

 Im heutigen Ägypten wird Kalmus als Aphrodisiakum verwendet und wird dort Kni genannt.

 In Tibet wird sie zur Steigerung der meditativen Konzentration verbrannt.

 Den Irokesen diente die Wurzel zum Aufspüren von Hexen und bösem Zauber.

 Die Cree hingegen kauten ein fingerlanges Wurzelstück und benutzten die Kalmuswurzel als mildes Halluzinogen.

 

 Osha-Wurzel 'Bärenwurzel' (bot. Ligusticum poteri)

 Sie befreit den Körper von Giftstoffen, Schleim und Blähungen. Ihre Verwendung ist nur zum Zwecke der

 Räucherung.  

 Wanderer benutzen die Wurzel, um sich vor Klapperschlangen und Verwünschungen zu schützen.

 Es ist sehr schwer, gute Osha aus den USA zu erhalten. Viele Indianer in Nordamerika tragen diese Wurzel als

 Talisman und betrachten sie als Glücksbringer, Schutzbringer und so sollten sie auch in keinem Medizinbeutel

 fehlen. 

 Auch ist die Wurzel meist benutzte Kräutermedizin. Osha Wurzel wächst in New Mexico, Taos und im südlichen 

 Colorado.

Beeren, Bohnen, Früchte und Nüsse:

 

 

    Maidal 'Traumnüsse'  

 Ihr Räucherrauch hate einen herb-harziger, erdiger Geruch. Er hat eine beruhigende Wirkung, hilft beim

 Durchschlafstärungen und gegen Alpträume .

 

  Moschuskörner (bot. Abelmoschus moschatus)

 Ihr Rauch ist süßlich, animalische, beim Räuchern entfaltet sich der typische animalische Moschusduft mit voller

 Intensität. Moschus wird bei sexuellen Problemen verräuchert, er wirken stimulierend, sinnlich, spricht und aktivier

 die sexuelle Energie.

 Mit Rose, Sandelholz, Salbei, Zeder, Lemongras und Orange u.a. läss sich Moschus pulveridiert prima

 verräuchern.

 Die Chinesen behandelten Kopfschmerzen mit Moschuskörnern.

 Die Araber gaben diese dem Kaffee bei. In der Kosmetik- und Parfümindustrie weden Moschuskörner Alternativ für

 den echten Moschus, zu Herstellung von orientalische Düfte eingesetzt.

 

  Orangenschalen (bot. Citrus sinensis)

 Der zarte süßblumige Duft verliert sich beim räuchern fast vollständig. In Mischungen mit Kamille, Koriander,

 Benzoe, Jasmin, Lavendel, Rose u.a., machen sie sich sehr gut. Ihr Rauch wirkt aphrodisisch, anregend und

 antidepressiv. Er vermittelt uns Wärme, Heiterkeit und nimmt die Angst vor neuen, unbekannten Situationen.

 Eine leichte Euphorie macht sich beim räuchern breit.

 In der Volksmedizin wurden Orangenblüten bei schlechter Durchblutung, Herzklopfen, Ängsten, Krämpfen und

 stressbedingten Beschwerden angewendet und auch diese finden Verwendung als Räucherstoff.

   Sternanis (bot. Illicium)

 Sein Rauch hat ein feines und würziges Anisaroma, das sich gut mit anderen feinen Düften kombinieren lässt.

 Er hilft, unbewältigte Gefühle zu verarbeiten. Sternanis schafft eine aufnehmende, geborgene Atmosphäre, Trost

 und lässt gestärkt wieder ins Leben zurückkehrt.
 Um das Hellsehen zu fördern, werden die Samen des Sternanises mit Weihrauch verräuchert.

 Man kann sie aber auch einfach in Kräuterpendeln verwenden, da diese auch so einen stark 'Weihnachtsgeruch'

 verströmt. Die sternförmigen Früchte werden in ganz Asien schon seit Alters her, als Zusatz zu Räucherpulvern

 und Räucherstäbchen verwendet. Der Duft ist wohl auch der Grund für die vielseitige Nutzung in der Parfüm- und 

 Kosmetikindustrie. Sternanis wird auch wegen seiner Wirkung auf Krankheiten, schon seit 1300 Jahren in der

 chinesischen Medizin genutzt und wird ebenfalls als Heilmittel gegen Koliken und Rheumatismus gebraucht und

 oft nach den Mahlzeiten gekaut, um die Verdauung zu fördern. Im Orient ist er eines gefragtes und beliebtesten

 Küchengewürze.

  Wacholderbeeren (bot. Juniperus)
 Ihr Rauch verbreitet einen sehr angenehmen, würzigen und balsamischen Duft, der typisch nach Wacholder

 duftet.

 Der Wacholder ist ein traditioneller Räucherstoff der nordamerikanischen Indianer, einer der ältesten der

 Menschheit und wurde in allen Kulturen verwendet.

 

Blüten Gräser und Kräuter:

 

 Beifuß (bot. Artemisia)

 Sein Rauch ist ein stark würziger und hat einen herben Duft. Hellseher und Wahrsager nutzen ihn zu Steigerung

 ihrer Fähigkeiten. Er soll beim vertreiben von Kopfschmerzen helfen und die Manneskraft stärken.

 In der Johannisnacht geräuchert, schützt er den Anwender im kommenden Jahr.

  Boldoblätter (bot. Peumus boldus)
 Ihr weißer Rauch hat einen fein herben, aromatischen Kräuterduft. Er wirkt beruhigend und läuternd.

 Boldo wird seit mindestens 13000 Jahren rituell und medizinisch genutzt und als

 Reinigungsräucherung von den Indianern sehr geschätzt.

 Bei diversen Krankheitsbildern werden Tinkturen daraus verabreicht oder die Blätter aufgebrüht und als Tee

 getrunken.

 

  Eisenkraut (bot. Verbena)

 Der Rauch des Eisenkrautes erinnert an den Duft eines herbstlichen Laubfeuers.

 Das Eisenkraut wird hauptsächlich in Reinigungsmischungen verwendet.

 Bei den Kelten war es eine der heiligen Pflanze und für die Druiden eine der mächtigen Zauberpflanze.

  Eukalyptus

 Beim Verräuchern hat er einen feinen typischen Eigenduft mit harziger Note. Der Eukalyptus hat eine stark 

 klärende Wirkung, er verbrennt knisternd.

 Die Aborigines (Ureinwohner Australiens), verwenden die Eukalyptuspflanze schon seit Jahrhunderten als

 Heilpflanze. Die Blätter werden von diesen zum Schutz vor Geisteskrankheiten, zum Klären der Gedanken und

 gegen böse Geister verräuchert. Im 19. Jahrhundert galt Eukalyptus als Insekten abwehrendes Mittel.

 Getrocknete Blätter wurden oft in Schränke und Kommoden zum Schutz vor Schaben und Silberfischen

 ausgelegt. Die Blätter und Öl dieses Baumes werden auch heute medizinisch genutzt.

 Jasminblüten (bot. Jasminum officinale / Jasminum grandiflorum)

 Leider verlieren sie beim Räuchern ihren zarten Eigenduft fast völlig, deshalb sollte man sie mit anderen 

 Räucherstoffen wie Rose, Salbei, Zimt, Nelke, Koriander, u.a. mischen. Ihr Verräuchern hilft bei 

 Niedergeschlagenheit, nervöse Erschöpfung und stressbedingte Beschwerden. Ebenso hielft eine Verräucherung

 mit Jasmienblüter beim der Verarbeiten von negativen und unangenehmen Dingen.

 

Lavendelblüten (bot. Lavandula angustifolia)

 Der Rauch der Blüten hat einen sehr angenehmen, blumigen Eigenduft und kann auch gut alleine verräuchert

 werden.
 In Räucherungen wirkt Lavendel stark desinfizierend, reinigend und klärend. Er besänftigt das Gemüht, beruhigt

 und entspannt die Nerven, vertreibt schlechte Gedanken und böse Geister. Es entsteht durch ihn eine Atmosphäre

 von Reinheit, Frische und Ordnung und der Seelenhaushalt kommt wieder ins Gleichgewicht.

 

 Lorbeerblätter

 Der Lorbeerrauch ist ziemlich beißend, da seine Blätter bis zu 30% Öl enthalten und sollte nur in Mischungen 

 verbrannt werden. Lorbeer lässt sich gut mit Kiefer, Zeder, Wacholder, Salbei und Rosmarin.Sein Rauch verbreitet

 eine belebende, feierliche und würdevolle Stimmung und ist gut einsetzbar gegen Minderwertigkeitsgefühlen.

 Der Lorbeer war den Griechen heilig. Die Sage lautet; Daphne, die schöne Nymphe wurde von ihrer Mutter Gaia in

 einen Lorbeerbaum verwandelt, als Apollo sie begehrte. Nach dem der den Drachen Phython besiegt hatte und

 nach seinem Kampf dann als Sieger in Delphi einzog, trug er einen Lorbeerkranz als Siegeszeichen.

 Seither ist und kündet der Lorbeer als Siegeszeichen von Ehre und Ruhm.

 Auch wurde das Verräuchern von Lorbeer für prophetische Voraussagen genutzt, hierfür wurde Lorbeer jedoch mit

 anderen Kräutern gemischt und verräuchert. Dabei wurde der Rauch inhaliert, bis das Medium in Trance verfiel.

 Lorbeer wirkt stimmungsaufhellen, und klärend, steigert die Fähigkeit außersinnlicher Wahrnehmungen und hilft

 gegen negative Gedanken und Einflüsse.

  Mistel (bot. Viscum album)

 Eine Räucherung mit Mistel hat die Fähigkeit, negative Schwingungen in positive umzuwandeln. Der Rauch

 fördertklare Visionen. Sie wurde schon in früheren Zeiten in unserem Kulturkreis als Räucherwerk verwendet.

 

 Myrtenblätter (bot. Myrthus)

 Ihr Rauch ist frisch, süß und fruchtige. Als Räuchermischung lässt sie sich gut mit Lavendel, Rosmarin, Salbei, 

 Lorbeer, Nelke, Zimt, Piment und Ingwer verwenden.

 Der Rauch der Myrte verhilft zu innerer Klärung, vermittelt Gelassenheit und stärkt das geistige Empfinden.

 Der feinwürzig-frische Duft erinnert etwas an Eukalyptusöl.
 Im alten Griechenland war die Myrte der Göttin Aphrodite geweiht. Der Duft galt als Symbol für Reinheit und 

 Schönheit, Frieden, Freude und Liebe. Er soll auch die Wahrsagerei, d.h. die prophetische Trance fördern.

 In der Parfümindustrie dient Myrte als Geschmackstoff und Würzmittel und wird aber auch medizinisch genutzt.

 

 Passionsblume (bot. Passiflora incarnata)

 Beim Räuchern wirkt der Rauch stimmungsaufhellend, anregend und macht für Unternehmungen offen.

 Auch wirkt er leicht halluzinogen und euphorisierend.
 Dieses Pflanze wird auf den westindischen Inseln kultiviert und mittlerweile als Zierpflanze weltweit angebaut und

 verkauft. Die Passionsblume wurde bereits zu präkolumbianischer Zeit von den Indianern als Beruhigungs- und

 Heilmittel genutzt.

 

 Zitronengras 'Lemongras' (bot. Cymbopogon)

 Es entfaltet beim verräuchern einen frisch, fruchtig, zitroniger Duft. Sein Rauch hellt trübe Stimmung auf, erfrischt 

 und belebt. Zitronengras ist ein Bestandteil vieler überlieferter orientalischen Räucherrezepte und lässt sich sehr

 gut als Alleinräucherung oder in Mischungen verräuchern.

 

 


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